Black Hat oder White Hat SEO?

Engel und TeufelIm Zuge meiner SEO-Serie habe ich mich entschieden, einen kleinen Artikel dazwischen zu schieben, bevor der zweite Teil der Serie erscheint.

Ich habe diese Woche einige Anbieter vorgestellt, bei denen Artikel und somit Backlinks gekauft oder verkauft werden können. Daraus ergibt sich die berechtigte Frage, ob es durch solche Methoden keine Probleme mit Google gibt. Backlinks zu kaufen oder an Linktauschprogrammen teilzunehmen verstößt eindeutig gegen die Richtlinien für Webmaster, die im ersten Teil der Serie vorgestellt wurden. Direkt im Anschluss an diesen Artikel stelle ich grade solche Plattformen vor, die es ermöglichen, Links zu kaufen und zu verkaufen. Damit bewege ich mich im Bereich Black Hat SEO. Mir ist klar, dass hier Klärungsbedarf besteht.

Was bedeutet White Hat und Black Hat SEO?

  • White Hat SEO ist Suchmaschinenoptimierung entsprechend den Richtlinien für Webmaster. Es handelt sich in erster Linie um reine OnPage-Optimierung und um Social Media Marketing (SMM) oder auch Social Media Optimization (SMO). Durch SMM / SMO soll die organische Verlinkung angekurbelt werden. Die saubere OnPage-Optimierung erledigt den Rest. Schnelle Ergebnisse lassen sich auf diese Weise nur selten erzielen. Dafür ist diese Methode nachhaltig.
  • Black Hat SEO ist Suchmaschinenoptimierung, die die Grenzen des White Hat SEO verlässt. Beim Black Hat werden Lücken in den Algorithmen der Suchmaschinen ausgenutzt. Viele Black Hat Techniken werden jedoch von den Suchmaschinen erkannt. Zu diesen Techniken zählen Cloaking, Spamming, Keywordstuffing (unnatürlich hohe Keyworddichte). So bleibt der Erfolg meist nur kurzfristig erhalten. Die mächtigste Waffe im Black Hat SEO ist das künstliche Generieren von Backlinks.

Mit White Hat SEO zum Erfolg?

Sicherlich ist das möglich. Eine Webseite, die den Besucher mit aktuellen und hochwertigen Inhalten begeistert, die die Möglichkeiten zur Interaktion bietet, hat gute Chancen auf einen Erfolg durch reines White Hat SEO. Genauso gut kann eine solche Webseite gänzlich unbeachtet bleiben und in der Versenkung verschwinden. In Bereichen, wo sehr viel Konkurrenz herrscht, wo viele Webseiten ein ähnliches Thema behandeln, wird es schwer, mit einer Internetpräsenz, die sich nicht deutlich von der Konkurrenz abhebt, durch natürliche Verlinkung einen Platz an der Sonne zu ergattern. Erst recht nicht, wenn die Konkurrenz Black Hat Techniken einsetzt.

Ein gesunder Mix ist gefragt

Reines White Hat SEO findet man nur selten. Selbst Seiten wie bmw.de  sind in der Vergangenheit durch unsaubere Suchmaschinenoptimierung aufgefallen (BMW wieder sauber). Allerdings sollte man es mit den Black Hat Methoden nicht zu bunt treiben. Wer Artikel in Auftrag gibt, um einen Backlink zu erhalten, wer seine Webseite in Verzeichnisse einträgt oder wer Linktausch mit anderen Webmastern betreibt, der bewegt sich genau genommen im Bereich des Black Hat SEO. Ich bin der Meinung, Backlinks zu generieren gehört einfach dazu. Man sollte die Grenzen kennen und auf Warnschüsse reagieren. Als SEO sollte man sowohl mit den Black Hat als auch mit den White Hat Techniken vertraut sein. Möchte man aus gegebenem Anlass eine Webseite kurzfristig nach oben katapultieren, bieten sich die Methoden des Cowboys mit dem schwarzen Hut an. Langfristigen Erfolg erzielt man eher durch gute Inhalte. Ein bisschen nachhelfen schadet aber auch nicht.

In jedem Engel steckt auch ein kleiner Teufel 😉

 

5 Gedanken zu „Black Hat oder White Hat SEO?“

  1. Vielen Dank für den klärenden Artikel, hat sich ja vorallem auch auf meine Fragen bezogen. Was mir an deinen Beiträgen Spaß macht, du schreibst es so, dass jeder „einfache“ Leser verstehen kann und nicht nur diejenigen, die SEO ohnehin schon längst kennen.

    1. Hallo Tommi,

      Du kennst das doch bestimmt, als Blogger stellt man sich öfters die Fragen: Für wen schreibe ich? Wer interessiert sich dafür? Grade dann, wenn ein Thema schon x-mal im Netz abgehandelt wurde. Da freue ich mich umso mehr, wenn solche Artikel auf Interesse stoßen und von Nutzen sind. Interessierte Leser, die nachfragen – etwas Besseres kann einen Blogger doch nicht passieren.

      LG

  2. Hallo, echt schöne Erklärung die für jeden verständlich sein sollte, und ich denke auch, das man mit Linktausch, Artikeltausch sowie auch Linkkäufe sich auf der black Seite bewegt. Ich habe auch schon beide Varianten versucht, die white sowie die black, aber wirklich richtig weitergekommen bin ich mit der black-seite, dauerte zwar nicht lange die Super-Platzierungen, aber immerhin, ich war mit Top-Keywords in den Top 10. Freue mich schon auf weitere Artikel, lg!

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