Bestrafung beim Linkaufbau

Polizei BlaulichtAchtung Linkkontrolle! Links kaufen ist eine feine Sache – hab ich bis heute jedenfalls gedacht. Everlinks, Teliad, Trustlinks und wie sie nicht alle heißen, bieten einen komfortablen Service: Geld einzahlen und Artikel samt Backlinks kaufen, Links mieten oder Presell-Pages erwerben, einfacher geht es doch nicht. Natürlich habe ich diese Dienstleister in Anspruch genommen. Im moderaten Maße würde ich mal behaupten. Das was ich investiert habe, sind für die echten Profis wohl nur Peanuts. Trotzdem fange ich an umzudenken. War ich doch bisher immer der Ansicht, Google ist gutmütig und mit meinen bescheidenen Mitteln werde ich wohl keine Filter auslösen. Deswegen habe ich auch keine Backlinks verschmäht. Hier 1000 Spam-Links gekauft – keine Wirkung, da 20 .edu Links eingekauft – wieder kein Effekt, o.k. ist halt so…  Frei nach dem Motto „probieren geht über studieren“ habe ich dann einiges über Everlinks abgewickelt. Aber auch das brachte nur kurzfristigen Erfolg. Da ich mit diesen Billiglinks mein Ziel nicht erreicht habe, wollte ich natürlich wissen warum. Hier die Antwort:

„Paid Link Penalty und Linknetzwerke“

…lauter hätten bei mir die Alarmglocken nicht läuten können, als ich auf eisy.eu diese Überschrift gelesen habe. Trifft das auch auf meine Seite zu, könnte meine Seite bereits Indikatoren für Paidlinks aufweisen? Ich müsste schon sehr naiv sein, zu glauben, dass es nicht so ist. Grade weil ich dort eingekauft habe, wo Paidlinks besonders leicht zu entlarven sind. Von einem Penalty bin ich bisher noch verschont geblieben. Wie Fatal ein Paid Link Penalty jedoch ausfallen kann, könnt ihr hier nachlesen: http://www.eisy.eu/007/ – ich kann diesen Artikel nur jedem ans Herz legen. Sehr aufschlussreich! Manch einer wird nach dem Lesen eine neue Sichtweise bezgl. Linkbuilding und ein anderes Verständnis für Google bekommen. Wie gesagt, ein hochinteressanter Artikel.

Ich ändere meine Strategie beim Generieren von Backlinks oft. Ich schaue, wo andere Webseiten ihre Backlinks herbekommen. Ich probiere das aus, was bei anderen Webseiten funktioniert. Hin und wieder habe ich sogar eigene Ideen. 1.000,- Euro dreißig Artikel – das hat mir gefallen – jetzt nur noch 1 oder 2 Backlinks dafür zu kaufen, mit diesem Gedanken muss ich mich erst noch anfreunden. Aber dauerhaften Erfolg erzielt man heute wohl nur noch dann, wenn man wirklich einzigartige Backlinks erhält. Und die bekommt man eben nur für gutes Geld und im besten Fall eben dort, wo sonst niemand Backlinks kauft…

Da ein Penalty bei vielen Webseiten mit erheblichen finanzielle Einbußen einherziehen würde, kann ich nur empfehlen, es nicht zu übertreiben, mit den gekauften Billiglinks. Vor zwei Jahren konnte man Webseiten mit solchen Backlinks ziemlich schnell nach oben katapultieren – die Zeiten sind jetzt wohl endgültig vorbei! SEO wird in Zukunft eine ganz neue Qualität bekommen…

Zum Schluss noch ein Zitat des Autors, welches weiter unten in den Kommentaren zu finden ist:

„[…]Nur weil wir von einer Paid Link Penalty sprechen, reden wir doch nicht gleich die Vorteile von gekauften Links tot. Paid Links sind eine Sache die gut funktioniert aber man sollte sich bei den Einkäufen auf ein komplett neues Niveau heben und nicht mit minderwertigen Seiten viel zu hohe Risiken eingehen.“ – eisy

 

11 Gedanken zu „Bestrafung beim Linkaufbau“

  1. „Deswegen habe ich auch keine Backlinks verschmäht. Hier 1000 Spam-Links gekauft – keine Wirkung, da 20 .edu Links eingekauft – wieder kein Effekt, o.k. ist halt so… “

    Hier trifft wohl mal wieder der alte Spruch „Gier frisst Hirn“ zu. Wenn solche Links wirklich der Turbozünder wären, dann würden die Backlink-Verkaufer diese bestimmt nicht für ein Trinkgeld bei ebay und sonst wo verkaufen. Ansonsten gilt: Da wo jeder „Penner“ für wenig Geld oder kostenlos (AVs, Bookmark-Dienste, Blog-Spam, …) Schrott-Links herbekommen kann, sollte man einen sehr großen Bogen drum machen.

    1. Hallo Rainer,
      schön auf den Punkt gebracht! Ich hatte das so formuliert: “probieren geht über studieren” aber “Gier frisst Hirn” trifft es wohl besser…

  2. Nicht alle Portale für Links sind Müll. Es gibt zwar hunderte derartige Seiten die für die Mülltonne sind, aber auch ein paar die man unbedingt beachten sollte. Darunter zähle ich zum Beispiel das Portal online-artikel.de. Dort sind die Texte so ausgelegt, das sie dem Leser einen Mehrwert bieten. In diesem Bereich herrscht leider mehr Masse statt Klasse. Deshalb werden die meisten Verzeichnisse von Google als Spam bewertet. Von hunderten oder tausenden Links auf einmal sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Hier und da mal ein Gastartikel auf einem Blog ist da schon sinnvoller.

    1. Vielleicht. Aber die meisten solcher Portale haben doch wohl außer Webmaster keine anderen Besucher. Hat den Online-Artikel.de etwas Stammbesucher? Wenn nicht, dann auch Schrott, den keiner wirklich braucht.

  3. Hab mal die Sterne geklickt für diesen Artikel 🙂

    „…da 20 .edu Links eingekauft – wieder kein Effekt…“ Ob es wirklich die Gier ist die das Hirn frisst? Oder vielmehr die Faulheit? Denn 20 .EDU Links kann man sich auch kostenlos besorgen, man muss sich halt nur ein bisschen nach den richtigen EDU/GOVs umschauen…! Kaufen ist da natürlich einfacher, aber die meisten EDU-Links die verkauft werden sind totaler Schrott… mit ein bisschen Kreativität und Hartnäckigkeit kann man sich die auch kostenlos ergattern…

  4. Also ich bin da der Meinung, dass man hier nicht alle Anbieter über einen Kamm scheren darf. Beispielsweise sind die großen Linkmarktplätze wie teliad, Linklift und Co. keine Netzwerke, sondern eine Art Treffpunkt für Käufer und Verkäufer. Hier muss man wirklich differenzieren. Bei buildmyrank.com war das natürlich was ganz anderes und hier ist es dann für G. auch sehr einfach Zusammenhänge zu erkennen.
    Beim Thema Linkbuilding muss man heute, wie auch früher, seinen Kopf anschalten und nicht einfach drauf „losbuilden“, dann funktioniert das auch weiter bestens.

  5. Wer Linkaufbau betreibt, sollte Ahnung davon haben oder den Backlinkaufbau in kompetente Hände legen.
    Was mir in Eisy´s Artikel nicht deutlich genug rüber kam, war der Unterschied z wischen Linknetzwerken und Fake-Blogs und professionellen Vermarktungsplattformen wie teliad & Co.
    Ansonsten triffs dein KOmmentar bezüglich Billiglinks ganz gut. Wer 100 Links im Linkpaket einkauft, darf sich dann nicht wundern, wenn er 37 Russenlinks, 42 Pornobacklinks und 21 Links von indonesischen Expired Domains bekommen hat.

  6. Okay, okay.

    Gekaufte Backlinks sind also Schrott. Ist das nicht jedem klar? Was mich immer fasziniert, ist die Tatsache, dass die großen Firmen oder Verlagshäuser nach einem Jahr (nach dem Start eines neuen Projektes) bereits über ein Mega Pagerank und einer enormen Verlinkung verfügen, während sich der kleine Blogger abschuftet überhaupt an Backlinks zu kommen. Denn auch diese Firmen und Verlagshäuser kaufen Backlinks. MASSENWEISE.

    „Und die bekommt man eben nur für gutes Geld und im besten Fall eben dort, wo sonst niemand Backlinks kauft…“

    Aha, da muss man also Blogger oder Webseitenbetreiber auch erstmal hinkommen.

  7. Die großen Verlage bekommen allein schon durch massive Werbung ihre Backlinks. Kommt ein Zalando-Werbespot sehen den einige Millionen. Dass dann ein paar davon auch einen Blog haben auch mal einen Link zu Zalando setzen ist reine statistische Wahrscheinlichkeit. Aber Tanja hat natürlich auch recht, denn zusätzlich kaufen die großen Portale auch ständig Links ein, teilweise sogar über mehrere große SEO-Agenturen.

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