Negativ SEO – bietet Pinguin neue Möglichkeiten für Black Hats?

Also 65% Keywordlinks, das soll nun also die magische Grenze sein (➥ hier informieren). Wer mehr Keywordlinks auf seine Webseite erhält, dessen Webseite läuft Gefahr, Rankings zu verlieren oder komplett abzuschmieren. Keine Frage, es gibt Ausnahmen, aber die sind selten! Aus Pinguin resultieren für vor allem zwei Punkte:

  1. Black Hats müssen sorgfältiger arbeiten
  2. Negativ SEO ist möglich

Zu Punkt 1: Links von themenrelevanten Seiten, keine Billiglinks und bei den Ankertexten aufpassen, dass die magische 65% Grenze nicht überschritten wird. Na ja, wenn man es weißt, wohl kein Problem.

Zu Punkt 2: Jetzt komme ich zum eigentlichen, interessanten Teil dieses Artikels. Bereits kurz nach dem Pinguin Update konnte man in den ersten Ami-Blogs davon lesen: Negativ SEO – das heißt,  es werden gezielt Links generiert, um Webseiten zu schaden. Die ersten Experimente nach „Pinguin“ mittels sogenannter Scrapebox-Blasts wurden in Blogs und Foren veröffentlicht. 20k oder 50k Keywordlinks zeigten immer den gewünschten Erfolg. Webseiten oder Artikel konnten auf diese Weise gezielt aus den SERPs geschossen werden. Eigentlich wollte ich dieses Thema nicht aufgreifen. Aber jeder der sich mit SEO auseinandersetzt, würde doch selbst auf diese Idee kommen. Als ich heute Nacht bei Uli im Blog vorbeigeschaut habe, habe ich ein aktuelles Beispiel zu Negativ SEO gefunden: „Fiese Konkurrenten beim Mammuthanull – wie gefährlich ist das Pinguin Update?“ – im Artikel geht es um die gezielte Sabotage einer Seite bei einem kleinen SEO-Contest (➥ zum Artikel) – bisher ist noch kein Effekt eingetreten. Ulis Seite ranked immer noch auf #1 zu dem Keyword „Mammuthanull“. Ich bin allerdings gespannt, ob das auch so bleibt. Panda und Pinguin sind Filter die sich in Zeitintervallen updaten. Wenn ein Effekt eintritt, dann sollte dieser zum nächsten Update sichtbar werden.

Negativ SEO – was kann man anrichten?

Ich kann für tausend Euro keine Webseite auf #1 für die Suchanfrage „Geld verdienen“ bringen. Ich bin mir jedoch sicher, dass ich für das Geld einige Webseiten abschießen könnte, die vor meiner Seite ranken. Zwar sind Spam-Links größtenteils entwertet worden und haben somit keinen Effekt. Bei einem Blast, gehen jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit Links durch, die sehr wohl einen Effekt haben. Wenn nichts passiert, werden halt größere Geschütze aufgefahren. In diesem Bereich gibt es viel für kleines Geld. Ob negativ SEO jetzt gängige Praxis wird bleibt abzuwarten.

„Eine Sache ist wichtig zu begreifen: Je mehr `negative´ Rankingfaktoren Google in seinen Algorithmus integriert, desto mehr Kollateralschäden gibt es und desto leichter ist es, fremden Webseitenbetreibern gezielt Schaden zuzufügen! Der Pinguin hat zwei Seiten, eine Sonnen- und eine Schattenseite…“ Quelle: http://www.seo-united.de/blog/seo/die-schattenseite-des-penguin-updates.htm

Das eigentliche Problem an der Sache: Es ist schwer nachvollziehbar, wer wem Schaden möchte. Alles bleibt schön anonym. Unter dem Schutz der Anonymität wird so manch einer skrupellos. Negativ SEO ist nichts Neues und bereits seit langer Zeit gängige Praxis (Stichwort: „Bad Neighbourhood“). Google bietet mit dem letzten Update ein neues Spielzeug. Vor allem durch Black Hat Methoden zu einem guten Ranking verholfene Webseiten oder Webseiten mit schwacher Backlinkstruktur sind leichte Ziele.

Persönlich habe ich im Bereich Negativ SEO einige Attacken hingenommen. Dabei wurde als Mittel meist „Dublicate Content“ eingesetzt. Ich kann allerdings nicht sagen, ob und wie groß der Schaden dadurch wirklich ist.

Ob moralisch verwerflich oder nicht: Es gibt immer wieder Webmaster, die sich auf diese Weise Vorteile verschaffen wollen. Natürlich werden dadurch Gegenreaktionen erzeugt. Da man nie zu 100% sagen kann, von wo geschossen wird, sondern bestenfalls eine Richtung bestimmen kann, ist die einzige Möglichkeit sich zu wehren, eine Streubombe in diese Richtung zu werfen… Schöne, neue SEO Welt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.