Reich werden als Refjäger?

Refjäger – ein Wort, welches ich zum ersten Mal Anfang 2009 im Zusammenhang mit einem Paidmail-Dienst gehört habe. Bis dato kannte ich nur Großwildjäger, Feldjäger, Kopfgeldjäger, Kammerjäger, Abfangjäger, Robbenjäger, Fallschirmjäger und Düsenjäger – Refjäger gibt es also auch. Die jagen Refs. Dann sind die Refs sowas wie Beutetiere. Mmh, von wem bin ich wohl der Ref? Wie auch immer. Ich hatte verstanden worum es ging. Die Refjäger sind also diejenigen, die die ganze Kohle verdienen. Also habe ich eine Paidmail-Infoseite gebastelt. Zugegeben, zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht sehr viel Ahnung, von den einzelnen Diensten. Also habe ich mir eine Seite herausgesucht, die bei Google ganz oben gelistet war und diese Seite als Vorbild für meine eigenen Seite genommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch gedacht, dass der „Refjäger“, der die Webseite betreibt, einen Haufen Kohle verdienen muss und Porsche fährt. Rein Rechnerisch auch überhaupt kein Problem. Refprovision und Lifetimevergütung waren verlockend.

Leider kamen keine Besucher auf meine Webseite. „Wie bekomme ich Besucher auf meine Webseite?“ – Was Google damals ausgespuckt hatte war echt traurig, die Konsequenz: Jetzt war ich nicht nur bei Bonus- und Paidmail-Seiten angemeldet, sondern auch bei zwei Besuchertausch-Seiten. Über Umwege habe ich dann doch noch einiges über die Suchmaschinenoptimierung gelernt. Viel brauchte ich so wie so nicht zu optimieren, hatte ich mir ja eine gute Seite zum Vorbild genommen. Was mir fehlte, waren ein paar relevante Backlinks. Auch hier habe ich mir die Website, die zum damaligen Zeitpunkt #1 der SERPs gepachtet hatte, zum Vorbild genommen.

Keine schlechte Strategie im Jahr 2009. Es hat nicht sehr lange gedauert, bis meine Seite die Spitze der SERPs eroberte und ich selbst ein „Refjäger“ war. Nur reich war ich nicht. Um ehrlich zu sein: Mit 500,- Euro im Monat war ich bereits glücklich. Villo, Neunox, Paradies-Beach oder Madagascar-Mailer waren zu der Zeit Dienste, die stark beworben wurden. Eines war besser: Mann konnte sehr schnell eine Auszahlung beantragen. Aber alle diese Dienste haben einen mehr oder weniger glanzvollen Abgang hingelegt. Mit dem Ende von Mailisto gibt es nur noch 5 Paidmail-Dienste, die ich aktiv bewerbe und mit denen ich auch etwas Geld verdiene, also mehr als nur ein paar Euro pro Monat. Allen voran Euroclix (dieser Dienst hat mir in diesem Jahr bereits mehr als 7.000,- Euro eingebracht und ist eine absolute Ausnahme ➥ weitere Informationen) aber auch die Einnahmen von Earnstar sind ganz in Ordnung. Im ersten halben Jahr habe ich so gut wie gar nichts mit Earnstar verdient, dann wurde es langsam mehr. Heute sind es im Schnitt 100,- bis 150,- Euro pro Monat. Seit meiner Anmeldung bei diesem Dienst im Juli 2009 waren es bis heute genau 2.215,62 €  – nichts im Vergleich zu Euroclix, aber eine Menge im Vergleich zu einem durchschnittlichen Paidmailer.

Earnstar Kontoübersicht
Screenshot: Earnstar Kontoübersicht

Am Beispiel von Earnstar lässt sich wohl sehr gut erkennen, dass als Refjäger niemand reich werden kann. Es ist möglich sich etwas Geld dazu zu verdienen. Aber ein dauerhaftes, passives Einkommen durch die Lifetimeprovision und die Refebenen – ein nettes Marketinginstrument, weiter nichts. Ein neues Mitglied meldet sich an. Im besten Fall wird der Dienst ausgiebig getestet, dass heißt es werden ein, vielleicht zwei Aktionen durchgeführt und das wars. Alle weiteren Mails werden als Spam markiert und das Thema ist durch.

Referral-Statistik
Screenshot: Referral-Statistik Earnstar

Wie man erkennen kann, zähle ich zu den fünf fleissigsten Werbern. In den letzten Jahren lagen meine monatlichen Einnahmen durch Earnstar im Durchschnitt bei ca. 65,- Euro. In der Anfangszeit war es weniger, heute ist es ca. doppelt so viel. Wie auch immer. Ich zähle bei Earnstar damit zu den Top-Verdienern. Als Refjäger reich werden, das schließe ich aus. Um von den Einnahmen als Refjäger leben zu können, müsste man ca. 20- bis 30-mal mehr neue Mitglieder werben als ich.

Die Chancen als Großwildjäger, Feldjäger, Kopfgeldjäger, Kammerjäger, Abfangjäger, Robbenjäger, Fallschirmjäger oder Düsenjäger reich zu werden sind da schon besser.

Fazit: Reich werden als Refjäger – funktioniert nur in der Theorie. Selbst mit den besten Paid4Diensten ist nicht mehr als ein Nebeneinkommen möglich. Vielleicht schaffen es einige Refjäger, ihren Lebensunterhalt mit Paid4 zu bestreiten, aber ich kenne niemanden, der durch Paid4 reich geworden ist.

 

5 Gedanken zu „Reich werden als Refjäger?“

  1. boah günter,

    vllt. bist du ja der erste wenn euroclix weiter so abgeht !!!! drücke dir mal die daumen……….aber nicht immer soviel neue sachen kaufen 😉

    gruß ben

  2. Hallo Günter,

    dass niemand als Refjäger reich wird, da stimme ich dir natürlich zu, jedoch muss man wohl auch sagen, bei deinem Einkommen bei deiner Nummer 1, euroclix, würde ich das nicht mehr als lediglich einen Nebenverdienst bezeichnen. Da kenne ich nur zu viele Menschen, die bei ihrer Tätigkeit in der realen Wirtschaft weniger verdienen als du bei diesem Anbieter. In Summe bist du mit dem Einkommen bei deinen Mailern wohl in einem Bereich in dem man zumindest schon recht gut überleben kann 😉 – Es sei denn du musst damit eine Großfamilie ernähren.

    Was man jedoch ebenso sagen muss, es gibt in der gesamten Paidszene maximal eine handvoll User, die auch nur annähernd jenes Einkommen als User erwirtschaften wie du

  3. Naja, wenn man bei so einigen Refrallys mitmischt und überall seine DL´s hat kann man ja vill. doch ganz gut leben..
    Wenn man so schnell und gut werben kann wie du z.B.

    1. mmh, ich alleine könnte von dem Geld vielleicht grade so leben, aber um eine Familie durchzubringen, oder um davon ganz gut zu leben, reicht es dann doch nicht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.