Alle Nase lang bekommt man als Paid4 User solche Mails: Top-Paidmail Account zu verkaufen, bei xxx mit über 1.000 Refs in der Downline! Desöfteren habe ich solche Aktionen mitverfolgt und nicht selten war ich sehr erstaunt darüber, welche absurden Summen für Accounts bei minderwertigen Paidmailern gezahlt wurden. Besonders hart hat es wohl Käufer getroffen, die für viel Geld einen Account bei Mailisto erstanden haben. Der Verdacht, dass vom Refjäger Insiderwissen ausgenutzt wird, um mit einem (in Naher Zukunft) wertlosen Paidmail-Account ein letztes Mal Kohle zu scheffeln ist nicht abwegig!
Achtung!!! Wer vorhat, einen Paidmail-Account bei eBay zu kaufen, bitte zuerst diesen Artikel lesen!
Wenn ein Account bei eBay angeboten wird, dann hat dies meist seine Gründe. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zeitmangel (ein beliebter Grund für den Verkauf eines Accounts) in einigen Fällen tatsächlich der Grund für einen Verkauf ist, aber die Wahrheit ist doch, dass die meisten Auktionen dieser Art bei eBay eingestellt werden, weil der Paidmailer sich nicht lohnt und die Refs keine Aktivität mehr zeigen. Ein anderer Grund könnte sein, dass der Paidmailer ohnehin nicht auszahlt oder wenigstens durch schlechte Zahlungsmoral aufgefallen ist. Im schlimmsten Fall, hat der Verkäufer Wind davon bekommen, dass der Admin des entsprechenden Paidmailers das Handtuch wirft. Diese Hinweise wird man in der Beschreibung bei eBay niemals finden. Soll ja schließlich das Maximum aus dem Account herausgeholt werden.
Diese Angaben sind absolut wertlos:
| 1. Refebene | 378 Refs |
| 2. Refebene | 1078 Refs |
| 3. Refebene | 698 Refs |
| … | … |
Viele Refs sehen zwar gut aus. Und so manch einer mag den Taschenrechner zücken, um für sich das zu erwartende Einkommen auszurechnen. Die Chance, mithilfe dieser Angaben auch nur annähernd einen reales Ergebnis zu errechnen sind gering. Wie viele Refs sind überhaupt aktiv? 3, 5 oder vielleicht sogar 214 Refs? 4.127 Refs in 10 Refebenen – klar hört sich das gut an. Doch warum sollte man für einen solchen Account 412,- Euro zahlen?
Beispiel: Beim Paidmailer Paid4-Stars hatte ich mehr als 500 Refs in meiner Downline. Dadurch habe ich in einem halben Jahr ganze 5,- Euro verdient. Nach der ersten Auszahlung ist mein Guthaben dann überhaupt nicht mehr gestiegen. Warum? Weil der Paidmailer nichts taugt. Bei lächerlichen Vergütungen bleibt kein Ref lange aktiv. Also ist die Investition in die DL umsonst gewesen. Der Account war in meinen Augen nicht einen Cent wert, daher habe ich diesen damals gelöscht. Klar, hätte ich den Account auch bei eBay verhökern können, mit Sicherheit hätte sich jemand gefunden, der bei 500 Refs in der DL von einem kleinen Nebenverdienst ausgeht. In der Tat sind einige Paid4-Stars-Accounts erfolgreich auf eBay verkauft worden. Die Gelackmeierten waren die Käufer.
Leitfaden für Paidmail-Account Käufer auf eBay
Relevante Angaben des Verkäufers, welche unbedingt vorhanden sein sollten:
- welcher Paidmailer
- wie lange am Markt
- bereits ausgezahlte Summe (gesamt)
- Anzahl der Mitglieder
- Besonderheiten: Auszahlungsverzögerungen, Betreiberwechsel etc.
- Anzahl der Refs
- Einnahmen aus den Refebenen pro Monat, mindestens jedoch Summe der Einnahmen und Zeitraum (Sondereinnahmen aus Refrallyes dürfen nicht mit eingerechnet werden und müssen gesondert aufgeführt sein!)
- Entwicklung dieser Einnahmen in den letzten Monaten
- eigener Verdienst des Account-Inhabers pro Monat
- Verdienst durch Refs im letzten Monat ohne Sonderzahlungen (wenn bei Punkt 7 nicht bereits gesondert aufgeführt)
Nur wenn diese Angaben vollständig vorhanden sind, sollte ein Kauf überhaupt erst in Erwägung gezogen werden, nachdem diese Informationen mit den Erfahrungen anderer User abgeglichen wurden. Doch selbst wenn das keine Auffälligkeiten zu Tage fördert, ist der Interessent nicht davor geschützt, dass der Verkäufer in betrügerischer Weise Insiderwissen ausnutzt!
Generell lässt sich sagen: Ein Verkauf wird meist dann angestrebt, wenn der Verkäufer sich dadurch einen höheren Profit verspricht, als durch das Weiterführen des Accounts. Das heißt jedoch nicht, dass jeder Kauf ein Griff ins Klo ist. Wer einen Earnstar Account findet, bei dem die Refs im letzten Monat 10,- Euro erwirtschaftet haben, der darf ruhig 50,- Euro oder mehr für diesen Account hinlegen. Doch ein solches Angebot wird wohl niemals auf eBay zu finden sein. Über Jahre würde ich mit einen Paid4-Dienst ohnehin nie planen, dieses Risiko ist unkalkulierbar in einem derart schnelllebigen Geschäft.











Hallo
Ja da gebe ich Dir voll und ganz recht, ich finde solche Abzocke auch zum Kot… und finde es eine große Sauerei..
Dein bericht wird hoffentlich von sehr vielen gelesen und nicht erst nachdem bei EBay ein schlechter Account für viel Geld ersteigert worden ist..
Danke für deine tollen Informationen..
Liebe Grüße
Dirk Hermes