18 Fotos und 60 Cent damit verdient…

Das es schwer werden würde, hatte ich nach meinem ersten Artikel über das Geld verdienen im Internet mit Fotos (➥ zum Artikel) bereits geahnt. Doch dass es soo schwer wird, hätte ich nicht gedacht.

Im April hatte ich mir eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera zugelegt – für schöne Familienfotos und Schnappschüsse. Im Hinterkopf hatte ich schon die Idee, Fotos zu schießen, um diese auf Foto-Stock-Portalen (Anbieter-Übersicht für „Geld verdienen mit Fotos“: Hier klicken →) anzubieten. Das erste Foto wurde Anfang Mai bei aboutpixel akzeptiert. Mittlerweile sind 18 meiner Fotos online. Verdient habe ich grade einmal 60 Cent. Eine schwache Ausbeute.

Abgelehnte Fotos:

Ein paar Beispiele:

Rheinauhafen KölnRheinauhafen Köln - KranhäuserKoelner DomDeutzer HafenMir gefallen die Fotos und technisch sind die einwand- frei. Trotzdem wird immer noch ein Großteil der Fotos abgelehnt. Klar, Kölner-Dom ist als Motiv mehr als ausgelutscht, genau wie der Rheinauhafen mit den Kranhäusern. Durch die Morgensonne und den dunklen Wolken im Hintergrund heben sich die Fotos doch ein wenig ab. Die Fotos vom Rheinauhafen wurden komplett abgelehnt – entweder ohne Begründung oder wegen rechtlicher Bedenken. Vom Kölner Dom hat wenigstens ein Foto die „Aufnahmeprüfung“ bestanden.

Mit welchen Fotos würde es besser funktionieren?

Ich hatte bereits ein paar erfolgreiche Bilder der Plattform Fotolia (➥ hier) vorgestellt. Richtig gut würde es allerdings mit Fotos von Menschen in Aktion funktionieren. Diese Bilder werden besonders häufig gesucht und gekauft. Da müsste man Models engagieren und ein Fotoshooting veranstalten – leider habe ich keine Ahnung was das kostet und gute Ideen fehlen mir momentan auch. Bevor ich da Geld in den Sand setze, werde ich mich noch ein wenig an anderen Motiven und Schnappschüssen üben. Freunde und Familie möchte ich jedenfalls nicht damit belästigen. Soll es ja auch geben, dass die eigenen Kinder für Stock-Fotos herhalten müssen…

Ausrüstung

Welche Ausrüstung braucht man? Ich würde das so sagen: Je besser die Ausrüstung, desto einfacher können gute Ergebnisse erzielt werden. Eine gute Ausrüstung ist jedoch keinesfalls eine Garantie für gelungene Aufnahmen. Tolle Bilder entstehen durch Licht. Wer sich ein wenig damit beschäftigt, der kann auch mit einer einfachen Ausrüstung phantastische Fotos schießen. Die ersten drei Fotos in diesem Artikel wurden mit einer D3100 geschossen, Objektivbrennweite 18-55. Eine solche Ausrüstung dürfte bei eBay gebraucht bereits ab ca. 350,- Euro erhältlich sein. Das letzte Foto, „Deutzer Hafen“, wurde mit einem Tele (300mm) aufgenommen.

Neues Zwischenfazit

Technisch einwandfreie Fotos sind noch längst keine Garantie für die Aufnahmen bei Sock-Foto-Agenturen. Nichts Neues. Wichtig sind vor allem gute und gefragte Motive. Vielleicht hat man auch mal Glück und verkauft ein Bild mit erweiterter Lizenz, dann könnte man auf Schlag mit einem Verkauf zwischen 10 und 100 Euro verdienen (bei aboutpixel), bisher hatte ich dieses Glück noch nicht. Ansonsten bin ich weiterhin der Meinung, dass sich für Einsteiger eine kleine Agentur besser eignet als ein Riese. Bei Fotolia haben meine Bilder noch nicht einmal Klicks erhalten.

Geld verdienen im Internet mit Fotos ist für Hobbyfotografen, wie ich einer bin, schwer, viel schwerer als Geld verdienen mit Paid4. Wer ambitioniert an die Sache herangeht und viele gefragte Dateien hochlädt, der sollte recht schnell etwas verdienen können. Ich bleibe am Ball…

 

7 Gedanken zu „18 Fotos und 60 Cent damit verdient…“

  1. Ich hatte mich ja schon öfter hier zu diesem Thema geäussert und das Zwischenergebnis prognostiziert: mit Microstocks hat man als „Nobody“ viel Aufwand für wenig Geld. Vielleicht bis Weihnachten € 1,20 – na toll, wenn’s Spass macht, als Hobby ist das ja nett.

    Ich finde es wesentlich sinnvoller, ein eigenes Fotoportal zu haben, so wie in meiner Signatur, das ist ein CMS nach WP Art. Wenn man dort seine Fotos einstellt, kann man je nachdem, was man für Fotos macht, zielgruppenspezifisch potenzielle Käuferkeise über Suchbegriffe ansprechen (Googlesuche). (Redaktionelle Anbindung über API möglich)

    Bei Microstocks sind 99,9% der Agenturen an „Nonames“ nicht interessiert, und selbst wenn ein Foto angenommen wird, finden es 99,9% der Besucher nicht, und von den 0,1% die das Foto finden, kaufen es 99,9% sowieso nicht.

  2. Die Bilder sind einfach zu düster und trüb. Ohne einen blauen Himmel wirst du sowieso keinen Kunden in einer Microstock Agentur erreichen. Diese wollen nur schöne helle Fotos mit einem blauen Himmel.

    Zusätzlich sollte man mal darauf hinweisen, dass mittlerweile sehr viele Profis bei den Microstock Portalen unterwegs sind. Ein Hobbyfotograf wird niemals an die Qualität dieser Fotografen kommen. Denn diese haben schon ein Equipment das sich die meisten Hobbyfotografen gar nicht leisten können.

    Die Zeiten wo man Hobbybilder bei Fotolia & Co hochgeladen hat, sind schon lange vorbei. Habe zu dem Thema schon vor längerer Zeit auf meinem Blog http://www.gif-bilder.de/weblog/2007/03/31/fotos-verkaufen/ das Thema aufgegriffen und Fotothemen genannt die sich immer noch gut verkaufen lassen. Am besten laufen Bilder mit nachgestellten Szenen wo Personen beteiligt sind. Doch hier muss man auch viel Geld investieren um Models zu bekommen.

    Ich empfehle euch den Blog http://www.alltageinesfotoproduzenten.de durchzulesen. Die Webseite wird von einem Fotografen betreute er monatlich mehrere 1000 Euro verdient. Hier kann man sich nützlich Tipps aus dem Bereich holen.

    1. @Tom: Sehe ich genauso. Als Hobbyfotograf einzusteigen ist verdammt schwer und bestimmt nicht die einfachste Möglichkeit im Internet Geld zu verdienen. Die Seite „Alltag eines Fotoproduzenten“ ist interessant, da kann man wirklich etwas lernen. Das Problem mit den Motiven hatte ich bereits im Artikel angesprochen, aber ohne Models und ohne „teure“ Ausrüstung bleibt wohl nur das, was einem so bei natürlichem Licht vor die Linse kommt, aber auch dafür findet man Anregungen. Wenn Du Lust hast, könntest Du mal schauen, was jetzt der aktuelle Stand ist: http://www.aboutpixel.de/userprofil-erfolgreichste-bilder/Xurzon/146456 – das „düstere“ Bild vom Dom ist übrigens schon 1x heruntergeladen worden 🙂

      Ich glaube mein Test spiegel sehr gut wieder, wie es vielen Einsteigern in dieser Branche geht.

      @Dan: € 1,50 sind es bis jetzt. Bis Weihnachten will ich wenigstens 10,- Euro schaffen.

  3. Hallo,

    wenn ich das richtig verstehe heisst das, wenn man nicht gerade schon eine gute Kamera zur Hand hat, macht das ganze, aus finanzieller Sicht, wenig Sinn?

    Ich habe mir bereits meine Gedanken in den letzten Jahren dazu gemacht, wollte aber nie wirklich eine teure Kamera kaufen. Zum Glück wenn ich dein Fazit so lese.

    MfG
    Moritz

    1. Hallo Moritz,

      aus finanzieller Sicht macht es aber auch wenig Sinn sich ein dickes Auto zu kaufen 😉
      Eine Spiegelreflex macht unheimlichen Spaß (mir zumindest). Ich meine, wenn man gerne fotografiert, dann lohnt es sich auf jeden Fall. Eine gute Gebrauchte (kleine Nikon d3000, d3100, d5100 etc.) bekommt man meist schon für 200 bis 400 Euro. Objektive kann man ebenfalls gebraucht kaufen. Ich bin auf jeden Fall süchtig und spare schon für eine Nikon d800e, aber vorher kaufe ich noch ein schönes Weitwinkel oder ein Fisheye und weil ich nicht gerne schwere Objektive schleppe, wird das auch wohl wieder etwas kostspieligeres von Nikon sein… Auf jeden Fall ein tolles Hobby. Wenn ich keine Lust mehr habe, dann kommt der ganze Kram eben bei eBay rein (aber da glaub ich nicht dran).
      Von den Fotos hat man sein Leben lang etwas. Ich bin auf jeden Fall froh, mir so eine Kamera zugelegt zu haben, jetzt habe ich tausende schöner Fotos von meinen kleinen Sohnemann… Da hat die ganze Familie was davon…

      LG Günter

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