Smartphone-Muffel – ein Leben ohne Handy-Flat fürs Internet…

Smartphone
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Ich mag es ja kaum zugeben, aber ich bin zu einem Mitglied der seltenen Spezies der Smartphone Muffel geworden. Irgendwie hat es sich so eingeschlichen. Ich kann noch nicht mal genau sagen warum. Nur eines weiß ich: Es ist schlimm! Frau, Freunde und Kollegen – jeder besitzt heutzutage so einen technischen Alleskönner, sogar meine Schwester – trotz Öko-Trip und Strahlen-Paranoia. Und ich? Nach der Zerstörung meines geliebten W902 durch die ersten Zähne und den Sabber meines Sohnemanns habe ich mich noch nicht dazu durchringen können, mich für 50,- Euro im Monat vertraglich zu binden, um auf virtuell-sozialer Ebene wieder am Gesellschaftsleben teilzunehmen, denn es hat mittlerweile jeder eine Handy Flat mit Internet. WhatsApp, Facebook, Instagram, Twitter, überall und zu jeder Zeit Preise vergleichen, zu sehen, in welcher Straße sich das bestellte Taxi grade befindet, unterwegs einen Artikel auf eBay einstellen oder schnell noch einen Gutschein besorgen, bevor es auf die Bowlingbahn geht – ohne Smartphone ist man aufgeschmissen.

Den Anschluss nicht verlieren

Ohne Smartphone ist es nicht leicht. Man muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Selbst in der Gruppe hält man sich gegenseitig die Bildschirmscheibe unter die Nase und zeigt sich lustige Bildchen. Mit einem antiquitierten Tastenaparat wird man das Interesse wohl nur auf sich lenken können, wenn das gute Stück aus 2003 plötzlich mit einem lauten Knall und Feuerball explodiert… Aber selbst das können die alten Dinger nicht. Da bleibt mir momentan wohl nichts anderes übrig, als mich auf einem der zahllosen Blogs rund um Smartphones und Co. – zum Beispiel geektown.de – zu informieren, was wirklich sinnvoll für mich wäre und was nicht.

Reizen würde mich ja nach wie vor das S3. Zwei meiner Arbeitskollegen habe es sich vor kurzem gekauft, da konnte ich einmal ausführlich testen. Subjektiv war der Touchscreen nicht ganz so reaktionsschnell, wie der des iPhone 4S, die Auflösung des Bildschirms mit stattlichen 1280 x 720 Bildpunkten ist dafür der Wahnsinn. Mir gefällt’s. Wenn da nicht der Preis wäre. 500,- Euro ist schon ’ne Marke. Dafür bekommt man dann ein Gerät, was alles kann, aber nichts wirklich gut, dafür eine Menge Spaß bringt und aus diesem Grund höchstwahrscheinlich viel Zeit frisst. Dazu kommt noch: Die Technik ist einfach kurzlebig. Spätestens nach zwei Jahren muss wieder ein Neues her.

Handy unterm Hammer
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Nein, ich mach mir nichts vor. Ohne Smartphone geht es einfach nicht! Jemand, der blind SMS geschrieben hat, dessen Augen funkelten als das erste Handy mit Farbdisplay vorgestellt wurde, jemand, dessen Rekord Handy-Rechnung einen fast vierstelligen Betrag aufwies, der kann sich einfach nicht dauerhaft den Smartphones verweigern. Über kurz oder lang werde ich mir doch eines anschaffen, mit Flat fürs Internet, mit 1.000 Apps für jede Lebenslage, mit hochauflösendem Display und mit allen nützlichen und unnützen Widgets. Spätestens dann kommt mein alter Knochen unterm Hammer und ich werde 24 Stunden täglich online sein, um alles nachzuholen, was ich bisher verpasst habe!

…aber erstmal muss mein kleiner Sohnemann folgendes lernen: Spitze Zähne auf teures Display = Gar nicht gut!


 

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