Köln im Mondschein – Fisheye Fotos

Mein altes Stativ habe ich vor ein paar Wochen für ’nen Zehner auf eBay verhökert. Das Teil hat keinen Spaß gemacht. Ich hatte mich vor einem halben Jahr von einem freundlichen Media Markt Mitarbeiter überzeugen lassen, dass ein Hama „Star Twin 150“ für 39,- Euro ein solides Stativ sei und ich meine Freude daran hätte. Für meine Zwecke wäre das Stativ völlig ausreichend. Eine Zeitlang habe ich das Star Twin dann auch genutzt, jedoch habe ich mich von Anfang an über dieses Stativ geärgert. Der Kopf war nicht richtig in die Waagerechte zu bringen, wenn überhaupt, dann nur kurzfristig und mit Gewalt. Ein Stativbein musst man etwas einfahren, damit das ganze Stativ in Schieflage geriet, nur dann war und vor allem blieb die Kamera in der angestrebten waagerechten Position – ätzend! Mein Urteil zu der Empfehlung des Media Markt Mitarbeiters: Voll daneben. Geschenkt ist noch zu teuer, wenn man sich ständig nur ärgert.

Letzte Woche war es dann an der Zeit, mir ein vernünftiges, solides Stativ zuzulegen. Auf zu Foto Gregor am Neumarkt. Das Manfrotto 055XPROB Stativ und den Magnesium Kugelkopf MH054M0-Q2 habe ich mit nach Hause genommen und am Wochenende ausgiebig getestet. Das Fazit vorab: Ich bin mehr als zufrieden…

Aber das soll aber nicht Inhalt des heutigen Artikels sein. Am Wochenende (29. u. 30. September), als ich das Stativ getestet habe, waren die Nächte sternenklar, zudem hatten wir 30. September Vollmond. Durch den hellen Mondschein sind ein einige sehr schöne Aufnahmen entstanden. Einige Fotos dieser beiden Nächte habe ich ausgesucht, so ist meine erste Bilderserie „Köln im Mondschein“ entstanden. Diese Fotos möchte ich heute vorstellen.

Unter der EisenbahnbrückeCa. 2:00 Uhr Nachts. Frau und Kind im Tiefschlaf. Unter dieser Eisenbahnbrücke hatte ich zuvor bereits schöne Langzeitbelichtungen gemacht, indem ich die Kamera einfach aufs Pflaster legte, daher bot es sich an, hier das neue Stativ samt Kamera das erste Mal im Einsatz zu testen.

Eisenbanbrücke zwischen Kalk und DeutzKlar, dass nicht nur ein Foto an dieser Stelle entstanden ist. Die Scheinwerfer habe ich eingefangen, indem die Belichtungszeit im manuellen Modus auf „Bulp“ hochgesetzt wurde. Dann einfach gewartet, bis ein Auto vor die Linse kam und den Auslöser der Fernbedienung solange gedrückt, bis die Scheinwerfer einmal komplett durchs Bild gerauscht sind.

Blickrichtung KalkDieses Foto zeigt den Blick in Richtung Köln-Kalk. Links hinter der Brücke ist das Polizeipräsidium zu sehen. Rechts geht es hoch zur Haltestelle Trimbornstrasse.

Am RheinDie nächsten Fotos sind erst entstanden, als ich komplett durch Deutz marschiert war. Das Mondlicht und die Lichter der gegenüberliegenden Altstadt zaubern wunderschöne Farben auf dem Rhein.

Deutzer BrückeEin paar Meter weiter ist dann dieses Foto von der Deutzer Brücke entstanden. Hinter der Deutzer Brücke ist der Dom zu sehen. Die lange Belichtungszeit sorgt dafür, dass der von Scheinwerfern angestrahlte Dom in gleißendes Licht getaucht wird.

Der Rhein im MondscheinJetzt befinde ich mich ziemlich genau in der Mitte von Deutzer Brücke (rechts im Bild) und Severinsbrücke (links im Bild) am anderen Ufer die Kölner Altstadt.

Fisheye OptikNoch einmal an gleicher Stelle nur, diesmal mit einem netten Fisheye-Effekt.

Deutzer Werft und SeverinsbrückeDie Schienen sind nicht mehr in Gebrauch. Heute wird das Gelände der Deutzer Werft als Freizeitanlage genutzt: Inline-Skaten, Basketball spielen, angeln, joggen etc. 2 x im Jahr findet hier die Deutzer Kirmes statt.

Unter der SeverinsbrückeSo sieht es aus, wenn man sich unter der Severinsbrücke befindet. Links im Bild das Hafenbecken des Deutzer Hafens.

Die SeverinsbrückeIm November 1959 wurde die Severinsbrücke eingeweiht. Die Brücke ist eines meiner liebsten Fotomotive in Köln. Im Hintergrund wieder der hell erleuchtete Dom.

Deutzer Hafen und ZollhafenIm Hintergrund der Zollhafen mit den Kranhäusern, im Vordergrund der Deutzer Hafen und die Severinsbrücke, die alles überspannt.

Aurora Mühle und Deutzer HafenDieses Foto ist auf der kleinen Drehbrücke entstanden und zeigt die Aurora Mühle Köln und das Hafenbecken des Deutzer Hafens.

Signalmast am RheinDiesen Signalmast gab es auf Xurzon bereits im Artikel über das Nikon Fisheye 10,5 mm auf verschiedenen Fotos zu sehen (hier zu finden →). Mit der erleuchteten Kölner Skyline und den Reflexionen auf dem Rhein ist nun ein sehr viel beeindruckenderes Foto entstanden.

Der Zollhafen bei VollmondNachts besonders schön und bei Vollmond erst recht: Der Zollhafen.

Die KranhäuserUngefähr 100 Meter weiter auf der Hafenhalbinsel in Richtung Severinsbrücke befindet man sich direkt gegenüber dem mittleren Kranhaus. Die losen Steine am Ufer (Vordergrund) sind nur bei niedrigem Rheinpegel zu sehen und verleihen dem Foto eine besondere Wirkung.

Postkarte ZollhafenGleiches Motiv – andere Wirkung. Eines meiner liebsten Fotos, die an dem Wochenende entstanden sind.

Unterm BaumMehr als 1 Millionen Einwohner, doch seit mehr als einer Stunde bin ich keiner Menschenseele begegnet – mir ist schon ein wenig mulmig. Dann raschelt’s hier und da – sind ja nur Karnickel, aber trotzdem…

Severinsbrück und KranhäuserJetzt befinde ich mich gegenüber dem dritten Kranhaus. Rechts im Bild ist die Severinsbrücke zu sehen, der ich jetzt schon ziemlich nah bin. Die kleinen Kiesinseln im Rhein sind bei normalem Pegelstand Land unter. Ein paar mal bin ich auf diese Inseln gesprungen, aber es ergab keine schöne Perspektive – nur die Gefahr, nasse Füsse zu bekommen, wenn eine Welle die „Inseln“ überschwemmt. Als dieses Foto entstand, lief mir ein Fuchs über den Weg. Der erste Fuchs, den ich in Köln je gesehen habe – nicht Besonders, wie ich später erfuhr. Mir blieb trotzdem fast das Herz stehen. Als das Tier plötzlich 5 Meter von mir entfernt am Rheinufer entlanglief. Schätze dem Fuchs ging es nicht anders als er mich bemerkte…

Severinsbrücke in KölnDie Laternen auf der Severinsbrücke zaubern ein schönes Orange auf dem Rhein. Büsche und Wolken zeigen, dass der Wind etwas stärker geworden ist.

Severinsbrücke bei NachtEin perfektes Model für das Fisheye: Severinsbrücke bei Nacht – ich bin gespannt, ob Fotolia dieses Meisterwerk annimmt…

Köln: Vollmond hinter WolkenAuch dieses Foto konnte ich unmöglich aussortieren…

An der SeverinsbrückeDas war des letzte Foto, ich bin am Ende der Halbinsel angekommen. Jetzt die Treppen hoch und zurück zur Drehbrücke. Ich bin schon einigemale mit dem Rad über den Kamm der Halbinsel gefahren, doch bei Nacht kommt einem der Weg viel schmaler vor. Zur einen Seite geht es steil runter zum Hafenbecken, auf der anderen Seite geht’s zum Rhein, doch dort ist alles dicht bewachsen.

Der DomDer Rückweg ging dann über die Deutzer Brücke am Rhein entlang Richtung Dom…

Panorama Kölnum über die Hohenzollernbrücke wieder nach Deutz zu gelangen. Auf dem Weg ist diese Panorama entstanden. Das Hochhaus ganz links im Bild ist das Triangel (auf dem Dach des Triangels befindet sich eine Aussichtsplattform, mit 360° Sicht auf Köln).

Der RheinDas höchste Gebäude (auf der linken Seite) auf diesem Foto ist (wird) der neue Hauptsitzt der Lanxess AG.

Über den DächernIch stehe auf dem obersten Parkdeck im Parkhaus an der Lanxess Arena. Mittlerweile ist es fast 5:00 morgens. Aber diese Aussicht wollt ich festhalten.

Skyline Cologne…fast schon unwirklich…

Auf dem ParkdeckGestört hat eigentlich nur das Netz, welches Sicht behindert – aber auch nur minimal.

Köln im Mondschein„Köln im Mondschein“ – mein Favorit! Die Atmosphäre des Bildes ist einzigartig. Eine tolle Belohnung für eine lange Nacht.

VerkehrsadernDas Foto zeigt den Blick in Richtung Mülheim. Rechts im Bild ist das Messegelände, links im Bild ist Kalk – also nicht mehr weit bis nach Hause.

Deutzer BahnhofRechts im Bild ist der Deutzer Bahnhof. Geradeaus: Triangle und Dom. Das letzte Foto der ersten Fotonacht „Köln im Mondschein“.

Das war die erste Tour – ich hoffe, ihr habt Freude an den Fotos 🙂

Ungefähr um 6:00 lag ich dann endlich im Bett. In der nächsten Nacht habe ich die Tour dann noch einmal gemacht, weil ich der Meinung war, dass einige Fotos nicht perfekt sind. Da war ich dann aber mit dem Rad unterwegs. Die Tour dauerte nur ca. anderthalb Stunden… Die Motive sind die gleichen. Von der Wirkung her haben mir dann doch die hier gezeigten Fotos am besten gefallen…

 

3 Gedanken zu „Köln im Mondschein – Fisheye Fotos“

  1. Moin moin Günter,

    echt krasse Fotos hast du da gemacht !!! Laß dich bloß nicht nachts überfallen mein Freund !!!
    Ändere oben mal das Datum….29. + 30. Oktober kommen erst noch ! Oder machst da auch wieder ne Fototour ???

    Gruß Ben

    1. Moin Ben,

      Danke 🙂 – hab‘ das Datum geändert. Am 29. Oktober ist Vollmond, wenn die Nacht dann auch wieder sternenklar ist, könnte man am Wochende davor eine Tour machen…

      LG Günter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.