Geld verdienen mit Digitalfotos – 1 Jahr Stockfotografie

Digitalkamera - StripteaseSeit ca. einem Jahr läuft der Versuch auf xurzon.com, Geld mit Stockfotos zu verdienen. Zunächst bei zwei Agenturen: aboutpixel und fotolia.  Zu meinem Liebling hat sich fotolia entwickelt. Wurden dort anfangs mehr eingereichte Fotos abgelehnt, als bei aboutpixel, ist es nun genau umgekehrt. Zudem bietet fotolia ein hauseigenes Partnerprogramm. aboutpixel hingegen kann nur über Drittanbieter beworben werden und deren Links können leider nicht über das Pretty Link Plugin zentral gesteuert werden. Würde ein Werbemittel geändert, würde dementsprechend ein hoher Mehraufwand für den Affiliate entstehen. Aus diesem Grund gibt es zu aboutpixel momentan keine Affiliate Links auf xurzon.com, was nachteilig ist, da keine zusätzlichen Einnahmen erzielt werden können. So, genug ausgeschweift. Zurück zur Stockfotografie: Nach einem Jahr ist das Fazit eher ernüchternd.

Zu fotolia:

Bei fotolia wurden bisher  294 Dateien zugelassen, insgesamt 76 mal wurden einige meiner Fotos heruntergeladen. Fotolia bietet den Fotografen schöne Statistiken:

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Die Statistik zeigt wie häufig meine Werke in den letzten 12 Monaten heruntergeladen wurden. Als kleiner, nicht exklusiver Fotoverkäufer erhalte ich 20% der Einnahmen. Häufig werden Fotos im Abo heruntergeladen, daran verdient man dann noch weniger. Aktuell habe ich knapp über 30 Credits zur Verfügung. Verdient habe ich bisher 43 Credits mit meinen Fotos. Zur Differenz: Für 13 Credits habe ich in dieser Zeit Fotos gekauft. Mein Einkommen bei fotolia in Euro umgerechnet: Der Wert eines Credits beträgt durchschnittlich 1,4 Euro. Sagen wir mal, innerhalb eines Jahres konnte ich mit Fotolia 60,- Euro verdienen – üppig ist das nicht.

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Der Screenshot oben zeigt einen Ausschnitt meines Portfolios bei fotolia – geordnet nach Relevanz. In der letzten Zeit hatte ich mich vor allem auf die Objektfotografie konzentriert. Pro Foto betrug der Zeitaufwand ca. 20 Minuten – kann sich jeder schnell ausrechnen, ob man auf diese Weise ans schnelle Geld kommt 😉 – ein schönes Hobby halt…

Zu aboutpixel:

307 meiner hochgeladenen Fotos wurden bisher zugelassen. 73 mal wurden einige meiner Dateien heruntergeladen. Mein Guthaben bei aboutpixel beträgt exakt 27,60 Euro. Bei ähnlich vielen Downloads, wie bei fotolia, ist die Ausbeute pro Download bei aboutpixel 50 % geringer – trotzdem ein empfehlenswerter Anbieter, da hier Fotos mit Freecredits heruntergeladen und verwendet werden können. Davon mache ich regelmäßig Gebrauch…

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Gesamteinnahmen nach einem Jahr: 87,60 Euro

Würden die Einnahmen gleichbleibend sein, würde es mehr als 50 Jahre dauern, bis sich ich Gewinn mit dem Verkauf von Fotos bei Stockagenturen machen würde – vorausgesetzt die Fotoausrüstung wird ausschließlich für diese Zwecke eingesetzt. Anhand der Fotolia-Statistik könnte man prognostizieren, dass sich, selbst wenn ich keine weitern Fotos hochlade, die Einnahmen im nächsten Jahr verdoppeln werden. Wenn es zutrifft – ein kleiner Lichtblick.

Ziel verfehlt!

Anvisiert war, ab Sommer 2013 monatliche Einnahmen durch Stockfotografie in Höhe von 100,- Euro zu erzielen. Von diesem Ziel bin ich derzeit meilenweit entfernt.

Höhere Reichweite = mehr Geld!

Um höhere Einnahmen zu erzielen, habe ich mich vor zwei Monaten bei einer weiteren großen Stockfotoagentur angemeldet: 123rf.com – hier wurden bisher fast alle hochgeladenen Fotos akzeptiert, einen Verkauf konnte ich bisher leider nicht verbuchen. Ein Reinfall also! Bei 123rf ist der Upload von Dateien nicht so komfortabel gestaltet wie bei den bei den Mitbewerbern. Keywords und Bildbeschreibung müssen in Englisch eingegeben werden. Die Verarbeitung der Fotos dauert lange. Der Zeitaufwand für das Hochladen und Verschlagworten der Bilddateien ist entsprechend hoch.

Gestern wurde meine Bewerbung als „Verkäufer“ bei iStockphoto akzeptiert. Die Bewerbung ist dort etwas umfangreicher gestaltet. Zunächst muss man sich durch eine lange Einleitung klicken, die mit einem Fragebogen endet. Die Fragen beziehen sich auf die rechtlichen Grundlagen der Stockfotografie oder auf Qualitätsmerkmale von Fotos. Werden die Fragen richtig beantwortet, kann der Bewerber drei Beispielfotos hochladen. Für die Bewerbung als Fotograf bei iStockphoto sollte man 1 Stunde Zeitaufwand einplanen! Erst danach wird entschieden, ob man als Verkäufer bei iStockphoto geeignet ist. Nachdem meine Bewerbung akzeptiert war, konnte ich heute Nachmittag die ersten Fotos hochladen – ich bin gespannt. An iStockfoto habe ich hohe Erwartung.

Meine Bestseller

Wenn man bei den paar Downloads von Bestsellern reden kann 😉 – nachfolgend eine kleine Auswahl der Fotos und Illustrationen, die bisher am meisten heruntergeladen wurden:

Blog
Blog – 16 Downloads
SEO
SEO – 8 Downloads
50 Euro
50 Euro – 6 Downloads
Taxi
Taxi – 5 Downloads
Kugelschreiber auf Notizblock
Kugelschreiber auf Notizblock – 5 Downloads
SEO
SEO – 4 Downloads

Meine Selbsteinschätzung: Der große Durchbruch wird mir mit meinen Fotos wohl nicht gelingen, da der Markt überschwemmt ist mit genialen Werken. Von den Fotos mit den Buchstabenwürfeln habe ich eine ganze Serie abgeliefert und hin und wieder werden diese Fotos auch heruntergeladen. Wie das eben so ist, hatte ich dann einfach keine Lust mehr, immer das gleiche zu machen. Momentan kommen nur wenige Fotos hinzu, da ich mich wieder verstärkt um diesen Blog kümmern möchte. Zunächst ist geplant, alle Fotos bei iStockphoto hochzuladen und hin und wieder neue zu erstellen – so wie ich Lust dazu habe. Mein ursprüngliches Ziel, 100,- Euro im Monat durch Stockfotografie zu verdienen, habe ich aufgegeben – zu anstrengend und ich will mir den Spaß an der Sache bewahren! Also gehe ich das ganze weiterhin locker an und mache das wonach mir der Sinn steht 🙂


 

4 Gedanken zu „Geld verdienen mit Digitalfotos – 1 Jahr Stockfotografie“

  1. Ich habe dir heute Morgen 1 Credit in die Kasse gespült. 🙂 Fotos zu verkaufen scheint mir echt ein harter Job zu sein. Es gibt doch auch schon massig Fotos und jeder kann Fotos machen. Halt das Hauptproblem im Internet: jeder kann mit fast keinem Kapitaleinsatz mitmischen. Ob Fotoverkauf sich langfristig lohnt ist auch eine Frage. Ich würde kein Foto kaufen, dass schon zu oft runtergeladen wurde. Zu oft beginnt bei mir schon ab 10 Downloads. Entweder man haut richtig Masse rein oder man sieht es eher als ein Geben und Nehmen, wenn man mit seinen Einnahmen Fotos für sich selber kauft.

  2. Hallo Günter!

    Habe gerade zufällig bei Fotolia mein erstes Bild von dir gekauft. Nachdem ich das Copyright gesehen habe, musste ich dir einfach ein Kommentar hinterlassen.^^
    Artikel mit deinem Bild ist verlinkt, falls dich interressiert wo es eingesetzt wird. 🙂

    Lg Matthias

  3. Bin durch Zufall auf diesen Artikel gestossen und möchte dass ncht unkommentiert lassen. Ich habe mir seit 8 Monaten ein Portfolio von 9000 Bildern aufgebaut und bin mittlerweile in der Selbstständigkeit angekommen. Meine Bilder sind nicht genial, eher durchschnitt. Trotzdem erreiche ich mittlerweile Monatsumsätze von ca. 1500 Euro – PASSIV, wohlbemerkt. D.h. auch wenn ich mal 2 Monate keinen Finger rühre, kommt das Geld rein. Wie man das schafft? Ich sitze circa 12 Stunden am Tag dabei und lade unentwegt Bilder hoch. Das Zauberwort ist Fleiss, mit dem kann man alles erreichen. Der Vorwurf der Markt sei übersättigt, halte ich für die Aussage einer Person, die sich nicht genügend mit der Materie auseinandergesetzt hat. Es gibt zahlreiche Nischen, die noch nicht bedient sind. Wichtig dabei ist, die richtige Dreierkombo einzusetzen (Person/Aktion/Gegenstand). Auch kann man auch technologische Neuerungen reagieren, der Markt ist also alles andere als übersättigt. Weiters kann man ins Illustrations und Videoproduktionsgeschäft einsteigen.. Dieser Markt wird die kommenden Jahre erst seine Hochblüte finden.

    Alles Gute für deinen weiteren Werdegang.

    Lg, Michael – stockimages.at

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