Nikon Coolpix S31

Nikon Coolpix S31 im Test

Und das ist das gute Stück, welches mich in diesem Sommer für einige Wochen begleitet hat:

Nikon Coolpix S31

…leicht ramponiert und zerkratzt – so soll’s sein!

Am Ende war der Sommer 2013 doch gar nicht schlecht! Ich konnte viele Nachmittage mit meinem Sohn im Freibad verbringen und war auch sonst permanent mit ihm unterwegs. Eine große DSLR dabei mit mir herumzuschleppen fand ich nicht so prickelnd. Außerdem wäre es toll, eine unzerstörbare Kamera zu haben, die ich auch meinem Sohnemann anvertrauen kann. Also habe ich nach einer wasserdichten und stoßfesten Kamera gesucht, die ich dem 2-jährigen Racker getrost in die Hand drücken kann. Mir viel die Nikon Coolpix S31 ins Auge. Im Geschäft einmal getestet und schnell wieder zurückgelegt. Grund: Keine Einstellungsmöglichkeiten und schlechtes Display auf dem sich die Bildqualität nicht beurteilen lässt. Ein paar Tage später im Freibad habe ich dann aber gedacht, die Kamera wäre doch immerhin gut für ein paar Schnappschüsse von dem Rabauken. Ein paar Stunden später war das Ding gekauft. Eines Vorweg: Mein Sohn hat viel Spaß mit der Kamera. Die Bedienung ist kinderleicht. Für den Kleinen ganz wichtig: Es blitzt wenn der Auslöser gedrückt wird. Ohnehin hat der Kleine die Kamera nicht gerade geschont. Einmal nicht hingeschaut, schon wurde der Objektivschutz als Hammer missbraucht und ordentlich auf dem Asphalt geschlagen. „Timoooo – dabei könnte die Kamera kaputt gehen und das willst Du doch nicht, oder?“ Ein erstaunter Blick, aber er hat’s verstanden. Der Kamera konnte dieser erste Härtetest (bis auf ein paar Kratzer) nichts anhaben. Eine 16GB Speicherkarte habe ich in die S31 gepackt, so dass es nicht nötig war, die Bilder zwischenzeitlich auf ein anderes Gerät zu ziehen. Jetzt ist das Wetter nicht mehr ganz so prall und man verbringt wieder etwas mehr Zeit in der Wohnung – gute Gelegenheit, sich die Fotos der Coolpix einmal genauer anzuschauen.

Testbilder Coolpix S31

Damit die Qualität der Fotos leichter beurteilt werden kann, wurde für diesen Testbericht ein Spielzeugradlader mit der S31 fotografiert. Anschließend wurde zum Vergleich ein identischer Bildausschnitt mit der Nikon D800 aufgenommen. Von diesen Fotos wurden aussagekräftige Bildausschnitte für die 1:1 Ansicht aufbereitet:

Hydraulik vom Spielzeug Radlader - Nikon Coolpix S31 im Vergl. mit D800 Bildausschnitt 1:1

Reifen vom Spielzeug Radlader - Nikon Coolpix S31 im Vergl. mit D800 Bildausschnitt 1:1

Die Bilder sagen mehr als tausend Wort…

Jetzt das ganze Foto:

Coolpix S31 Testfoto (Radlader)

Das Foto oben wurde verkleinert und komprimiert. Hier das Bild in voller Auflösung →

Noch einmal das gleiche Foto. Diesmal mit Blitz:

Coolpix S31 Testfoto mit Blitz (Spielzeug Radlader)

Dieses Foto wurde ebenfalls verkleinert. In voller Auflösung gibt es das Foto hier →

Durch den Blitz änderte die Kamera die ISO-Empfindlichkeit. Mit Blitz ISO 200, ohne Blitz ISO 400. Die niedrigere ISO-Empfindlichkeit verbesserte das Rauschverhalten.

Zum Vergleich: Der Spielzeugradler mit einer D800 fotografiert:

Testbild (Radlader) D800

Das Foto wurde freigestellt und für Stockfotoagenturen aufbereitet und für diesen Beitrag verkleinert. In voller Auflösung gibt es dieses Testbild hier →

Fazit

entspricht nicht der Erwartung Bildqualität
entspricht der Erwartung Ausstattung
entspricht der Erwartung Geschwindigkeit
Übertrifft die Erwartung Bedienung
Übertrifft die Erwartung Verarbeitung

Mit Bildqualität kann die kleine Outdoor-Kamera nicht überzeugen. Nette Schnappschüsse auf dem Niveau eines Smartphones macht sie – das war’s! Die Stärken der Kamera liegen woanders: Sie ist ultraleicht zu bedienen (selbst Kleinkinder können problemlos mit ihr umgehen), nahezu unverwüstlich, bis zu 5 Meter wasserdicht, günstig (unter 100,- Euro), stylisch (Geschmackssache) und in verschiedenen Farben erhältlich. Die S31 kann immer dann zu Einsatz kommen, wenn ein Smartphone geschrottet würde. Wer Wert auf Bildqualität legt, der sollte die Finger von der Coolpix S31 lassen und ca. 300,- Euro für eine Outdoor-Kamera veranschlagen.

Alternativen

Colorfoto veröffentlichte am 25.06.2013 den Artikel „Sechs Outdoorkameras im Test“ – hier das Ergebnis:

  1. Panasonic Lumix DMC-FT5 (56,5 Punkte im Test)
  2. Sony Cybershot DSC-TX30 (51,5 Punkte im Test)
  3. Nikon Coolpix AW110 (50 Punkte im Test)

(Quelle: http://www.colorfoto.de/vergleichstest/outdoorkamera-test-vergleich-1515929.html)

Weitere Schnappschüsse der S31 unter „normalen“ Bedingungen:

Nikon Coolpix S31 Beispielfoto

Blende: F/3.3 | Belichtungszeit: 1/800 Sek.| Filmempfindlichkeit: ISO-80 | Bild in voller Auflösung →

Nikon Coolpix S31 Beispielfoto

Blende: F/3.3 | Belichtungszeit: 1/2000 Sek.| Filmempfindlichkeit: ISO-80 | Bild in voller Auflösung →

Nikon Coolpix S31 Beispielfoto

Blende: F/3.3 | Belichtungszeit: 1/160 Sek.| Filmempfindlichkeit: ISO-400 | Bild in voller Auflösung →

Nikon Coolpix S31 Beispielfoto

Blende: F/3.3 | Belichtungszeit: 1/400 Sek.| Filmempfindlichkeit: ISO-80 | Bild in voller Auflösung →

 

7 Gedanken zu „Nikon Coolpix S31 im Test“

  1. Also ehrlich, bevor ich so eine Schrott-Kamera für Strand, Wasser, Hammerersatz kaufen würde, dann würde ich lieber komplett drauf verzichten. Kein Wunder bringt die Industrie immer mehr Schrott auf den Markt. Gibt ja genug Lemminge, die alles mögliche kaufen.

    1. Nein, ist kein Schrott – geh mal nicht so hart ins Gericht mit der Kleinen und ihren Käufern! Mit Sicherheit hat die S31 ihre Daseinsberechtigung. Wenn ich sehe, wie sich mein Sohn mit der Kamera beschäftigt, dann ist das Teil jeden Cent wert! Ein tolles, unverwüstliches Kinderspielzeug. Unterwasseraufnahmen zu dem Preis gibt es sonst auch nicht! Für 15x10cm Ausdrucke reicht’s schon noch! Wie gesagt, wer bessere Bildqualität will, muss für ’ne gescheite Outdoorkamera 300,- Euro veranschlagen und für das Geld gäbe es dann auch schon eine Einsteiger-DSLR, die sehr viel bessere Bildqualität liefert, aber eben nicht für alle Zwecke geeignet ist. Kommt vor allem darauf an, wofür die Kamera herhalten soll. Für mich war’s jedenfalls kein Fehlkauf…

      1. Hehe … harte Worte steigern die Klickrate auf meinen Link. 🙂 Aber mal im Ernst. Die Foto ins Weite gehen ja. Bei schlechtem Licht machen viele Kameras miese Fotos. Die Leica DLux und ihre Gegenstücke von Panasonic sollen sehr gute Fotos machen können bei schlechten Licht. Aber das die Nahaufnahmen ziemlich arg schlecht sind kann man nicht entschuldigen. Mein Smartphone macht bessere. Habe ich gemacht als ich noch auf ebay verkauft habe. Vielleicht 8 MP weniger und den Zoom weg, dann reicht es vermutlich auch für einen besseren Bildsensors. (Aber leider leiden die meisten Menschen unter einem MP Hype; aber vermutlich machen die auch alle Poster oder fotografieren die Kirchturmuhr von der Weite und schneiden die dann aus). Meine ebay Fotos habe ich mit 0,4 (800×480) gemacht. Ich habe mal einen Text gelesen, was die Fotobuden so für eine Auflösung für 10 x 15 cm empfehlen. Die war auch nicht sonderlich hoch.

        1. Ich habe mich gerade schlau gemacht: Du hast recht, für das 15x10cm Foto in bester Qualität braucht es nicht viele Megapixel.

          15x10cm ≙ 5,90×3,93in – bei 300 dpi für einen hochwertigen Druck wären das 1770x1179px – also insgesamt 2.086.830px oder eben ca. 2MP.

          Beruhigend, dass man so viel Reserve für größere Abzüge hat 😉

  2. Die Bildqualität der Nikon S31 überzeugt mich nicht, aber die der D800 reicht völlig aus. Ist eine gute Kamera für die Generation, die keine Smartphone besitzt. Oder neugierige Kinder (so wie in deinem Fall) 🙂

  3. Ganz ehrlich….da brauch man auch keine Kamera und nimmt eben sein Handy. Die meisten Leute haben schon ein Smartphone mit besserer Kamera. Es in jedem Fall aber auch Digitalkamera-Angebote, bei welchen die Bildqualität deutlich besser ausfällt. Man darf eben nicht erwarten ein leistungsstarkes Produkt für ’n Appel und ’n Ei zu bekommen.

    1. Da gebe ich dir vollkommen recht! Ich hatte im Testbericht in etwas das gleiche geschrieben: „Die S31 kann immer dann zu Einsatz kommen, wenn ein Smartphone geschrottet würde. Wer Wert auf Bildqualität legt, der sollte die Finger von der Coolpix S31 lassen und ca. 300,- Euro für eine Outdoor-Kamera veranschlagen.“ Smartphone-Kameras überzeugen mich von der Bildqualität nicht. Das Xperia Z1 meiner Frau macht (für ein Smartphone) außergewöhnlich gute Bilder – aber die Qualität der Aufnahmen liegt noch weit unter dem Niveau einer guten Kompaktkamera…

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