Raus aus dem teuren Dispo – Finanzen aufräumen und Geld sparen

Jeder kennt das: Am Ende des Monats wird das Geld knapp. Einfache Lösung: Der Dispo wird in Anspruch genommen. Die meisten Banken gewähren einen Dispokredit in Höhe des zwei- bis dreifachen des monatlichen Nettoeinkommens. Der durchschnittlichen Zinssatz beträgt zwischen 7 und 13 % p. a. – je nach Kreditinstitut. Aktuell verlangt z. B. die Sparkasse KölnBonn 10,62 % Dispozins p. a.

Hohe Zinsen

Ist das Konto übers Jahr gesehen im Schnitt 5.000,- Euro im Minus, dann wären dafür Jahr für Jahr satte 531,- Euro an Zinsen fällig. Pro Monat verschenkt man so € 44,25 an die Bank – Geld, das die meisten von uns doch sicher besser gebrauchen könnten. Für einen dauerhaften Kredit ist Dispo gänzlich ungeeignet.

Die Vorteile des Dispositionskredits

Es gibt es Situationen, in denen es durchaus Sinn macht, den Dispo zu nutzen. Eine Frage sollte man sich jedoch vor Inanspruchnahme stellen: Reicht das Nettoeinkommen abzüglich aller laufenden Kosten aus, um den Dispokredit kurzfristig zurückzuzahlen? Ist das der Fall bietet ein Dispo folgende Vorteile:

  • Zahlungsfähigkeit auch wenn Ebbe auf dem Konto ist, so können unerwartete Rechnungen bezahlt werden
  • unbürokratisch – Kredit ist jederzeit sofort verfügbar
  • keine Bearbeitungsgebühr
  • keine festen Raten
  • Zinsen fallen nur bei Inanspruchnahme des Kredits an
Die Nachteile

Vorsicht Dispofalle! Vor allem dann, wenn die Differenz aus Nettoeinkommen und laufenden Kosten nicht mehr ausreicht, um den Dispo kurzfristig zurückzuzahlen ergeben sich große Nachteile. Aufgrund der hohen Zinsen kommen weitere Kosten hinzu, das Konto gerät ins Dauer-Minus. Bei einem Disporahmen von drei Monatsgehältern ist das sehr schnell der Fall.

Wessen Konto am Monatsende permanent leergeräumt ist, der steuert mit Inanspruchnahme des Dispos schnurstracks in die Schuldenfalle!

Raus aus der Dispofalle

Glühbirne - Lösung - IdeeHat man sich mit dem Dispo verschätzt, dann tut man gut daran, nach einer günstigeren Lösung zu suchen. Probates Mittel: Den Dispo durch einen Ratenkredit abzulösen. Zur Zeit läuft im TV eine Werbekampagne von smava. Ich habe mich auf der Seite einmal umgeschaut und etwas passendes dazu gefunden – wer Interesse hat kann sich hier informieren. Angeboten wird zum Beispiel ein Kredit mit einem Zinssatz von 0,99 %. In der Realität würde sich dieser Kredit nicht auf das eingangs erwähnte Beispiel übertragen lassen, deshalb nur zur Veranschaulichung: Man könnte durch einen solchen Kredit die monatliche Belastung durch den Dispo von € 44,25 auf € 4,13 senken.

Vergleichen lohnt sich!

Bei verschiedenen unabhängigen Kreditvergleichen wurden folgende Vorgaben gemacht: 

  • Betrag: 5.000,- Euro
  • Laufzeit: 48 Monate
  • Wofür: Umschuldung

Ergebnisse:

1. Kreditvergleich

  • günstigster Kredit: 2,75 % eff. Zins p. a.
  • teuerster Kredit: 5,90 % eff. Zins p. a.

2. Kreditvergleich

  • günstigster Kredit: 2,79 % eff. Zins p. a.
  • teuerster Kredit: 7,89 % eff. Zins p. a.

3. Kreditvergleich

  • günstigster Kredit: 2,79 % eff. Zins p. a.
  • teuerster Kredit: 5,95 % eff. Zins p. a.

Fazit: Die Zinslast durch den Dispokredit lässt sich durch Umschuldung verringern. Ein Zinssatz von über 10 % kann auf bis zu 0,99 % gedrückt werden. Ist das Konto im Dauer-Minus sollte man sich schnellstmöglich nach einem geeigneten Ratenkredit umsehen, um bares Geld zu sparen.

 

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